Es ist zwar Länderspielpause in Deutschlands oberen Fußballligen, aber Grund zum Durchschnaufen gibt es bei Zweitligist Dynamo Dresden aktuell nicht. Nach der Pleitenserie sind die Club-Verantwortlichen auf der Suche nach Lösungen, die die Sachsen aus der Abwärtsspirale herausholen. So wurde unter anderem am Dienstag ein neuer Kapitän bestimmt. Nach acht Niederlagen aus den vergangenen neun Spielen hat der Aufsteiger Yannick Stark zum Kapitän berufen. Der 31-Jährige hatte bereits in den letzten beiden Spielen als Stellvertreter von Sebastian Mai die Binde getragen. Die beiden Vize-Kapitäne sind ab sofort Michael Sollbauer und Christoph Daferner, wie Dynamo Dresden am Dienstag mitteilte.
„In unserer aktuellen sportlichen Situation ist es von besonderer Bedeutung, dass der Kapitän als unumstrittener Stammspieler auf dem Platz steht und auch dort ein „verlängerter Arm“ des Trainers ist“, sagte Cheftrainer Alexander Schmidt, der trotz der Niederlagenserie am letzten Sonntag Rückendeckung von Dynamo-Sportgeschäftsführer Ralf Becker erhielt.
In den Mannschaftsrat steigt Torhüter Kevin Broll auf, so dass nun sieben Spieler das Gremium bilden. Neben den drei Kapitänen gehören auch Mai, Chris Löwe und Tim Knipping dem Rat an. Schmidt erhofft sich durch die Besetzung mehr Struktur innerhalb der Mannschaft: „Ich erwarte, dass unser Kapitäns-Trio um Yannick Stark, Michael Sollbauer und Christoph Daferner sowie die weiteren vier Mitglieder des Mannschaftsrates mit großer Überzeugung und all ihren „Leader“-Qualitäten vorangehen.“

Dynamo Dresden testet gegen FK Ùstì nad Labem

In der Länderspielpause wird Dresden ein Testspiel gegen den tschechischen Zweitligisten FK Ùstì nad Labem absolvieren. Bei der Partie am kommenden Freitag in der Walter-Fritzsch-Akademie (14.00 Uhr) sind bis zu 150 Zuschauer unter Anwendung der 3G-Regel zugelassen.
Dynamo hat außerdem die für Samstag geplanten Mitgliederversammlungen für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 aufgrund der aktuellen sächsischen Coronavirus-Schutz-Verordnung erneut verschoben. Die Veranstaltung war ursprünglich als 3G-Veranstaltung geplant. Seit Montag gelten aber im Freistaat die 2G-Regeln. Demnach haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Restaurants oder Veranstaltungen.
Durch die neue Verordnung könne nicht sichergestellt werden, „dass alle Mitglieder an der wichtigsten Vereinsversammlung des Jahres wie geplant teilnehmen können“, teilte der Club mit und ergänzte: „Da bekanntermaßen in Sachsen ein erheblicher Teil der Menschen und damit auch der SGD-Mitglieder nicht geimpft ist, führt dies faktisch dazu, dass diese nicht-geimpften oder nicht-genesenen Mitglieder von der Teilnahme ausgeschlossen wären.“ Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt.