Die SG Dynamo Dresden ist zwar mit zwei stimmungsvollen Fußball-Feiertagen in die neue Saison gestartet – der große Favorit der 3. Liga steht aber zweimal mit leeren Händen da und muss weiter auf den allerersten Pflichtspielsieg in diesem Jahr warten.
Beim Liga-Auftakt verloren die Sachsen nach spektakulärem Spiel gegen den TSV 1860 München mit 3:4. Am Freitagabend ging es bei der 0:1-Niederlage im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart ebenfalls eng zu. „Es ist bitter, wenn du zweimal mit einem Tor Unterschied verlierst. Ich habe trotzdem viele gute Dinge gesehen. Wir haben uns ganz ordentlich verkauft“, erklärte Trainer Markus Anfang nach dem Pokalspiel.
Positiv war vor allem die Leidenschaft, mit der Dynamo Dresden über weite Strecken auftrat. In beiden Partien stand das Team in der Schlussphase unmittelbar vor dem Ausgleich. „Wenn wir diese Leidenschaft in jedem Spiel auf den Platz bekommen, dann werden wir in der 3. Liga gegen jeden Gegner gut mithalten können und erfolgreich sein“, erklärte Innenverteidiger Claudio Kammerknecht.

Dynamo Dresden setzt auf Fans

Zudem kann sich Dynamo nach dem Neuanfang in der 3. Liga beim Kampf um den Wiederaufstieg auf die Fans verlassen. Auch am Freitagabend sorgten sie für eine fantastische Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion. „Die Fans haben 90 Minuten lang Vollgas gegeben und unsere Laufleistung honoriert. Das war ein Hexenkessel“, lobte Torhüter Sven Müller. Trainer Anfang ergänzte: „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam immer wieder das Stadion zum Brennen bringen und die Fans hinter uns stehen und wir eine Einheit bilden.“
Und dennoch: Für Dynamo Dresden wird es nach den beiden Fußball-Feiertagen kein einfacher Übergang in den Alltag. Am kommenden Samstag steht das Ostderby beim Halleschen FC auf dem Programm. Am 10. August kommt dann der SV Verl zum Mittwochabend-Spiel ins Harbig-Stadion. Spätestens dann ist wieder Alltag angesagt.
Mittelfeld-Abräumer Michael Akoto (Dynamo Dresden) verletzte sich im Spiel gegen den VfB Stuttgart.
Mittelfeld-Abräumer Michael Akoto (Dynamo Dresden) verletzte sich im Spiel gegen den VfB Stuttgart.
© Foto: IMAGO/Michael Taeger

Zwei Verletzungen bei Dynamo Dresden

Erschwerend kommt hinzu, dass sich mit Mittelfeld-Abräumer Michael Akoto und Außenverteidiger Robin Becker gegen den VfB Stuttgart zwei wichtige Spieler verletzt haben. Beide mussten nach rund einer Stunde raus. Und beiden droht eine längere Zwangspause. Die Prognose von Trainer Markus Anfang hörte sich nicht gut an: „Das ist ein Wermutstropfen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber zwei Spieler wegen Verletzung verloren. Es sieht bei beiden, das muss man jetzt schon sagen, nicht so gut aus.“
Dieser Wermutstropfen trübte auch bei Markus Anfang die Stimmung. Seine Lust auf das weitere Pokal-Wochenende hielt sich nach dem eigenen Ausscheiden in Grenzen. Das galt auch für das Duell seiner beiden Ex-Vereine Energie Cottbus und Werder Bremen am Montagabend im Stadion der Freundschaft (18 Uhr). Anfang hatte 2004 das FCE-Trikot getragen, bei Werder Bremen saß er 2021 auf der Trainerbank. „Für Cottbus ist das natürlich ein Highlight. Ich hoffe, dass sie ein gutes Spiel machen. Aber Werder Bremen ist natürlich Favorit“, erklärte Anfang kurz und knapp.