Der FC Lausitz hatte gegen den Vorjahresdritten aus Radebeul im zweiten Heimspiel die zweite Niederlage kassiert.

Sehr gute Anfangsphase
Dabei hatte der FCL nach anfänglichen Unsicherheiten solide ins Spiel gefunden. Schon nach sechs Minuten hätte Mike Ssykor die Führung markieren müssen. Eine weite Flanke von Matthias Mark erreichte den ungedeckten Stürmer, dessen Kopfball aber zu unplatziert in den Armen von RBC-Keeper Kenny Börner landete. Ein Drehschuss von René Rothenburger (13.) und ein Alleingang von Ssykor (24.) sorgten für weitere Gefahr vor dem Gästegehäuse. Schließlich hatte sogar Karsten Haasler (30.) die Führung auf dem Schlappen. Doch sein Geschoss aus 16 Metern zischte knapp vorbei.
Es kam fast, wie es kommen musste. Nachdem FCL-Torwart Danilo Reiche zuvor schon einen Freistoß vom besten Gästeakteur Kamil Lenkvik aus dem Eck kratzen musste, hatte der Tscheche beim zweiten Versuch mehr Glück. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hämmerte er eine Freistoßablage aus 18 Metern ins Dreiangel. Mit der Last des knappen Rückstands gingen die Schwarz-Gelben in den zweiten Abschnitt und hätten sich den Ausgleich verdient gehabt. Einen langen Freistoß von Haasler erwischte Kapitän Thomas Herold mit der Fußspitze. Den Ball kratzte der Gästetorwart in höchster Not von der Linie. Da schlugen die von Ex-Nationalspieler Hans-Jürgen Dörner trainierten Radebeuler in der 62. Minute gnadenlos zu. Wieder ein Standard, wieder ein Tor. Erneut prüfte Lenkvik Torwart Reiche, der den scharf getretenen Ball prallen ließ, und Torjäger Jerome Wolf staubte zur Vorent scheidung ab. Der Rest war leichtes Spiel für den Favoriten. Einen Sonntagsschuss hämmerte Ronny Schulz (71.) unter die Latte. Und als Weckwert zwei Minuten darauf die Sense ausfuhr, verwandelte René Schmidt zum 0:4 - die höchste FCL-Heimniederlage seit mehr als drei Jahren.

Kampf- und Spielstärke nötig
Dass die Pleite am Ende sicher ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, dürfte nur ein schwacher Trost sein. Der FCL muss sich nun schnell auf seine gefürchtete Kampfkraft und Spielstärke besinnen, um nicht im Keller der Tabelle zu versacken. (no)
FCL: Reiche, Herold, Knauer, Geracik, Schneider, Weckwert (74. R. Lange), Haasler, Mark, S. Lange (67. Petko), Rothenburger (67. Bach), Ssykor