Als Grüßner die Linde-Elf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in Führung brachte, dauerte die Freude nicht all zu lange. Nur eine Minute später wurde die auf drei Positionen umgestellte Schönewalder Abwehr mit einem Pass in die Tiefe ausgespielt und es stand 1:1.
Danach wurden die Gäste stärker und erspielten sich bei mehreren gefährlichen Angriffen weitere Einschussmöglichkeiten, welche aber ungenutzt blieben. Die Tore zwei und drei gelangen dann nur mit tatkräftiger Unterstützung des Gastgebers. Zuerst rutschte Keeper Prinz ein harmloser 22-Meter-Freistoß durch die Hände, und kurz darauf fälschte S. Richter eine Eingabe von der rechten Seite auch noch unglücklich ins eigene Tor ab.
Mit dem Seitenwechsel setzte starker Regen ein, welcher von allen Akteuren viel abverlangte. Golßen vergab in der 56. und 86. Minute Chancen zu weiteren Treffern, ansonsten spielte sich das Geschehen ausschließlich in der Gästehälfte ab. Mehrfach hatte Schönewalde den Anschlusstreffer auf dem Fuß, aber meist fehlten im Abschluss Präzision und Standfestigkeit oder aber ein Golßener Abwehrbein stand im Wege. Es war wie verhext.
Als dann doch noch der Schönewalder Anschlusstreffer gelang, war es zu spät, um dem Spiel noch die entscheidende Wende zu geben. Das Bemühen des SVL war bis zum Schlusspfiff erkennbar, leider fehlte am Ende auch das Glück, um gegen einen konzentriert und schnörkellos agierenden Gegner wenigsten einen Punkt zu retten.

Tore: 1:0 Grüßner (24.), 1:1 Leschnik (25.), 1:2 Grün (36.), 1:3 Richter (39./Eigentor), 2:3 Große (90.), Gelb: Hollmig und Schmidt (Schönewalde), Leschnik, Martens, Suhrcke und Beissert (Golßen), Schiedsrichter: Hähndel (Treuenbritzen), Zuschauer: 130.