Herr Ullrich, die Fußballfans sahen Sie bisher in Rietschen. Nach längerem Anlauf führt sie die Reise nach Weißwasser. Stellen Sie sich bitte unseren Lesern vor!
Ich bin gebürtiger Rietschener, 29 Jahre alt und wohne seit 2015 in Dresden. Ich lernte in Weißwasser den Beruf des Immobilienkaufmanns und arbeitete bis Ende 2014 in Niesky.

Wo liegen Ihre fußballerischen Wurzeln?
Seit ich sechs Jahre alt bin spiele ich Fußball. In Rietschen fing ich damit an und durchlief dort den kompletten Nachwuchsbereich. Bei den Männern spielte ich jeweils ein Jahr beim LSV Spree und auch bei der Eintracht in Niesky, bis ich dann zurück zum FC Stahl ging und mit dem Team in die Bezirksklasse aufstieg.

Auf welcher Position möchten Sie den VfB verstärken?
Hauptsächlich bin ich in der Offensive tätig. Ich bin da von Spiel zu Spiel variabel einsetzbar. In meiner Zeit bei Rietschen kickte ich im zentralen Mittelfeld. Welche Position es beim VfB wird, wird sich zeigen. Mir ist es wichtig, dem Team zu helfen und da ist es egal, wo auf dem Feld das ist.

Wie sieht Ihre persönliche Zielstellung in der neuen Saison aus und was möchten Sie mit dem VfB Weißwasser erreichen?
Auf jeden Fall möchte ich mit dem VfB erfolgreich Fußball spielen. Der Spaß darf nicht fehlen und ich möchte gern Teil einer geschlossenen Mannschaft sein. Mein Ziel ist es, oben mitzuspielen. Ich denke, Platz eins bis drei ist realistisch.

Wie gestaltet sich aus Ihrer Sicht die Vorbereitungsphase?
Die ist absolut anstrengend. Aber das ist ja die Voraussetzung für den Erfolg. Hier muss jeder öfter über die Schmerzgrenze gehen. Doch man sollte beispielsweise die Vorbereitungsspiele nicht überbewerten. Zum ersten Punktspieltag muss dann alles stimmen.

Ihr Spitzname ist Ulla. Gibt es da eine spezielle Erklärung?
In der Grundschule wurde ich mal von einem Mitschüler mit Ulla angesprochen und so entstand der Name, genau kann ich mich aber nicht erinnern. Außerdem hat mein Vater den Spitznamen Ulli. Sicher wird da auch der Zusammenhang herkommen.

Wie funktioniert der Spagat zwischen dem Leben in Dresden, dem doppelten Training in Weißwasser und den Vorbereitungs-, dann Punktspielen am Wochenende?
Wir sind mehrere Spieler, die in Dresden leben. Wir fahren meist zusammen zum Training und so funktioniert das dann ganz gut. Am Wochenende bin ich meist in der Heimat. Meine Eltern leben hier und somit lässt sich das gut verbinden.