Timo Rost, ist Energie nach anderthalb Wochen auf der Insel Zypern am Mittelmeer gut gerüstet für die hohen Wellen des Abstiegskampfes?

Wir sind gut gerüstet, weil wir diese Situation ja aus den vergangenen Jahren kennen. Wir wissen, was uns erwartet. Wir haben auf Zypern sehr hart und auch sehr viel trainiert. Wir sind für die Rückrunde gewappnet.

Wie fällt Ihre sportliche Bilanz der drei Spiele aus?

Beim 2:2 gegen Aachen haben wir uns zunächst schwer getan, dann aber eine gute zweite Halbzeit gespielt. Das 10:1 gegen die junge zyprische Mannschaft ist kein Maßstab. Beim 1:2 gegen Kaiserslautern mussten wir ehrlich anerkennen, dass die Lauterer frischer als wir waren. Aber man darf nicht vergessen, dass wir alle Spiele aus der vollen Belastung heraus bestritten haben. Dennoch war erkennbar, dass die Mannschaft auch Fußball spielen kann. Jetzt gilt es, den Rhythmus zu finden.

Sie haben die Trainingsintensität schon angesprochen. War sie so hoch wie erwartet oder aus Ihrer Sicht sogar noch höher?

Es war sehr, sehr hart. Dennoch hat die Mannschaft voll mitgezogen. Dafür möchte ich ihr ein Kompliment machen. Es ist schon ziemlich hart, wenn du nach einem Spiel über 90 Minuten wie am Mittwoch dann am nächsten Morgen wieder knapp zwei Stunden volles Training machst.

Es wurde auch hier während des Trainingslagers viel über das defensive Mittelfeld diskutiert. Sie haben sich in der Vergangenheit stets für die so genannte Doppelsechs ausgesprochen. Bleiben Sie bei der Einschätzung?

Das muss letztlich ganz allein der Trainer entscheiden. Er muss ein System finden, das zu der Mannschaft passt, die er zur Verfügung hat. Eine Sechs, Doppelsechs oder Raute – das ist allein seine Entscheidung.

In der Hinrunde gab es immer wieder Querelen innerhalb der Mannschaft. Glauben Sie, dass jetzt etwas mehr Ruhe einkehrt?

Wir sind erst in der Vorbereitung. Da ist es noch zu früh, eine Einschätzung abzugeben. Aber die Jungs sind ja nicht auf den Kopf gefallen. Alle wissen, dass die Zeit knapp ist. Wir haben nur noch 17 Spiele, um die Klasse zu halten. Wir können es uns deshalb nicht leisten, uns immer wieder selbst die Beine wegzuziehen. Sollten wir am Ende absteigen, verliert jeder von uns. Meiner Meinung nach haben uns die Querelen in der Hinrunde mindestens drei, vier Punkte gekostet. Das darf nicht wieder vorkommen.

Mit TIMO ROST

sprach Frank Noack