Im Sommer 1974 führte ihn sein Weg erstmals nach Hoyerswerda. Da war "Buschi" immerhin schon stattliche 28, hatte aber auch schon Erfahrungen in der Eliteklasse, der DDR-Oberliga gesammelt. Peter Prell, der neue Trainer von Aktivist Schwarze Pumpe, brachte den Libero von Stahl Riesa mit. Beide Männer kannten sich quasi aus dem Sandkasten, waren im heimischen Langendorf (Sachsen-Anhalt) Nachbarskinder. Buschner feierte seine ersten großen Erfolge in Halle beim HFC Chemie, wurde 1964 Junioren-Pokalsieger. "Unvergessen", erinnert er sich. "Wir traten in Leipzig vor 80 000 Zuschauern an, weil danach das Länderspiel gegen die Sowjetunion angepfiffen wurde." Später wurde er Oberligaspieler in Halle, danach in Riesa.

Schließlich der Wechsel in die Lausitz im gesetzten Fußballeralter. "Ich habe Sonderschichten geschoben, mir Laufstrecken im Wald gesucht. Ich habe wirklich viel geknüppelt, sonst hätte ich nicht so lange spielen können", sagt Buschner. Zehn Jahre lang war er Libero, dirigierte mit Übersicht, war stark im Eins-gegen-Eins.

Nach Wackeljahren mit Abstiegsgefahr folgten die erfolgreichen Serien Anfang der 80er. Und natürlich einige große Pokalschlachten. "Noch heute ärgere ich mich unheimlich über den verschossenen Elfer 1976 gegen Zwickau mit Jürgen Croy im Tor. Wir hätten die Sensation schaffen können, doch ich habe es verbockt. Das ging mir sehr nahe."

Als Buschner im Sommer 1984 aus dem Urlaub kam und mit 38 Jahren wieder in der Liga angreifen wollte, war plötzlich Schluss - nach genau 222 Pflichtspielen (9 Tore). "Obwohl ich laut Prells Trainerbenotung meine beste Saison gespielt hatte, musste ich aufhören. Ich wurde ausgezeichnet und mit einer Reise nach Sotschi geehrt."

Doch der Kämpfer gab nicht auf, wurde Trainer und führte noch im gleichen Jahr die Pumpe-Junioren mit Hoßmang, Haasler und Soschinski bis ins Viertelfinale des DDR-Pokals. Einer der größten Nachwuchserfolge von Aktivist. Fortan war Peter Buschner auch im Männerbereich gefragt, assistierte einer ganzen Reihe von Trainern in der ersten Reihe von Aktivist, später dem FSV Hoyerswerda: Gerd Schädlich, Hartmut Jank, Gerd Heidler, Eberhad Vogel. Zudem sprang er mehrfach als Feuerwehrmann ein, führte die Erste interimsmäßig: "Einer meiner größten Erfolge war der souveräne Klassenerhalt 1998." Und nicht zu vergessen: Jahrelang war er Kneipenwirt in "Buschis Klause" in der mittlerweile abgerissenen Stadionbaracke. Nach dem Abschied folgten weitere Trainerstationen, etwa in Sebnitz, Kamenz oder Groß Särchen. Erst im Sommer ist Peter Buschner mit dem FSV Steinitz in die Kreisliga aufgestiegen.