Es ist noch nicht zu Ende: Der Abstiegskampf in der DEL2 geht für die Lausitzer Füchse weiter - der Traum vom glatten Vier-Siege-Durchmarsch in der Playdown-Serie gegen die Heilbronner Falken platzte am Freitagabend. Weißwasser verlor auswärts verdient mit 3:4 (0:1, 2:1, 1:2). Füchse-Coach Paul Gardner erklärte nach der Partie kämpferisch: "Wir müssen am Sonntag wieder besser spielen - und wir werden besser spielen."

Obwohl etwa 150 mitgereiste Füchse-Fans unfassbar laut ihr Mannschaft anfeuerten, wirkten die Weißwasseraner in Heilbronn anfangs nicht hellwach. Die Falken zeigten indes von Beginn an, dass sie diese Serie keineswegs wegschenken und sich schon für die dann entscheidende Abstiegsrunde schonen wollten.

Im Gegenteil: Die Gastgeber vermiesten Weißwasser mit simplen, aber aggressivem Hockey die Vorfreude auf die Klassenerhaltsparty. Tom Fiedler traf früh zum 1:0 (7.), die Füchse hatten durch Jens Heyer (13.) und Ken Magowan (15.) die besten Möglichkeiten. Im zweiten Abschnitt legten die Heilbronner dann einen regelrechten Sturmlauf hin und wollten Weißwasser schon vorzeitig wieder in den Bus Richtung Lausitz setzen. Doch die Füchse hielten Stand und hatten auch die Nerven im Griff.

Immer wieder gerieten beide Teams aneinander, das war echter Abstiegskampf mit sehr viel Körpereinsatz. Als sich Jens Heyer dann eine blutige Nase und Heilbronns Marco Schütz dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe (31.) holte, gab das dem Spiel eine zwischenzeitliche Wendung. Weißwasser erlebte goldene 46 Sekunden. Patrik Parkkonen (35.) und Kevin Lavallee (36.) drehten mit ihren Treffern den Spielstand.

Doch das reichte nicht, weil Heilbronn durch Adam Brace (39.) zum Ausgleich kam und im Schlussdrittel durch Aziz Baazzi (43.) schnell wieder in Führung ging. Nach dem vierten Heilbronner Tor durch Patrick Schmid (48.) war trotz des folgenden Anschlusstreffers von Patrik Parkkonen (55.) klar: Es ist noch nicht zu Ende.