Noch vor wenigen Jahren schienen sich die drei, vier Azubis der SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft in der Lauchhammeraner Ausbildungsstätte zu fürchten, überspitzt ihr aus Franken stammender Geschäftsführer Michael Sachs (48) den damaligen Zustand. Weil es nur ganz wenige Bewerbungen gegeben hatte, hatte das Unternehmen, das zur Dresdner Spezialtechnik-Gruppe innerhalb der familiengeführten amerikanischen Gesellschaft General Atomics gehört, seine Azubiplätze nicht besetzen können.

"Wir müssen für die Firma werben, schließlich gibt es hier gute, hoch spezialisierte Arbeit, von der zu wenig bekannt ist", hatte ein Azubi damals angeregt. So entstand ein Team vor allem junger Leute, das inzwischen begeistert von Ausbildungsmesse zu Ausbildungsmesse zieht und anschaulich zeigt, was bei den Spezialisten zu lernen ist. Innerhalb kurzer Zeit gibt es jetzt keinen Grund mehr für Nachwuchssorgen. Für Michael Sachs, der vor dreieinhalb Jahren nach Lauchhammer gekommen ist, ist das ein Weg, die Zukunft in der Lausitz zu gestalten. "Junge Leute sollen hier eine schöne Arbeits- und Freizeitwelt haben", ist seine Vision von der Zukunft. An der arbeitet die SGL kräftig mit. Dazu hat sie sich von einem aus der Kohle stammenden und von der Treuhand 1995 privatisierten Sanierungsunternehmen zu einem hoch spezialisierten Dienstleister mit je nach Saison 170 bis 280 Mitarbeitern gewandelt. Nur durch diese Weiterentwicklung, die einen Imagewandel einschließt, habe das Unternehmen im Wettbewerb bestehen können - und sei so nie selbst zu einem Sanierungsfall geworden, freut sich Sachs auch über die Anerkennung als "Lausitzer Leuchtturm" durch BVMW-Geschäftsführer Ralf Henkler.

Heute bietet die SGL, die sich so neue Märkte erschlossen hat, unter anderem Leistungen in der Baugrund- und Böschungsstabilisierung, im Erdbau, im Tief-, Rohrleitungs- und Wasserbau, in der Rekultivierung, im Garten- und Landschaftsbau. Daneben verfügt sie über ein unabhängiges analytisches Labor.

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