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Sperrbezirk wegen Geflügelpest im Elbe-Elster-Kreis

Elbe-Elster. Jetzt ist die Geflügelpest auch in Elbe-Elster angekommen. In Elsterwerda wurde der Subtyp H5N8 bei einer Saatgans festgestellt. Die Stallpflicht an Elbe und Elster gilt daher uneingeschränkt. Die Spreewald-Region traf es härter. In einem Putenzuchtbetrieb müssen fast 45 000 Tiere wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe getötet werden. Birgit Rudow und Dörte Hellwig

Wie das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster am Mittwochnachmittag informierte, ist bereits am Freitag in Elsterwerda bei einer verendeten Saatgans der Verdacht auf Geflügelpest festgestellt worden. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat zunächst den Subtyp H5N8 nachgewiesen. Ob es sich um die hoch ansteckende und tödliche Variante des Virus handelt, wird derzeit am Friedrich-Löffler-Institut untersucht, so der Landkreis.

Das Veterinäramt hat die in diesem Fall vorgeschriebenen Schutzvorkehrungen eingeleitet. Dazu gehört die Festlegung eines Sperrbezirkes und eines Beobachtungsgebietes um den Fundort des infizierten Wildvogels. Der Sperrbezirk betrifft ein Gebiet im Radius von einem Kilometer und das Beobachtungsgebiet ein Gebiet im Radius von drei Kilometern um den Fundort. "In diesem Bereich sind 236 Geflügelhalter betroffen", so Elbe-Elster-Pressesprecher Torsten Hoffgaard. Im Sperrbezirk darf Geflügel 21 Tage lang und im Beobachtungsgebiet 15 Tage lang nicht rein oder raus transportiert werden.

Halter von Hunden und Katzen dürfen ihre Tiere in diesen Bereichen nicht frei herumlaufen lassen. Das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster bittet die Bürgerinnen und Bürger, das Amt über eventuelle weitere Totfunde von Wildvögeln insbesondere von Wasser- und Raubvögeln zu informieren. Die angeordnete Stallpflicht bleibt für den gesamten Landkreis bestehen.

Der Geflügelpesterreger H5N8 wurde jetzt auch im Bestand eines Putenzuchtbetriebes in Alt Zauche-Wußwerk (Dahme-Spreewald) nachgewiesen. Wie der Landkreis mitteilt, ordnete seine Veterinärbehörde die unverzügliche tierschutzgerechte Tötung des Bestandes an - fast 45 000 Tiere. Zudem wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Die Putenfarm hatte am Montag erhöhte Tierverluste gemeldet. www.lkee.de