„Die Wildgans war mit dem Virus H5N1 infiziert“ , sagte gestern Heidrun Schaaf, Pressesprecherin der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald. Ob es sich bei der Infektion auch um die für den Menschen gefährliche Asia-Variante handele, werde erst nach Ostern bekannt. Derzeit seien die Untersuchungen im Landeslabor Frankfurt (Oder) noch nicht abgeschlossen. Insgesamt ist es der 18. Fall von Vogelgrippe in Brandenburg. In einer Krisensitzung haben sich gestern in Lübben Fachleute auf Schutzmaßnahmen geeinigt: „Drei Kilometer um den Fundort wird für 21 Tage ein Sperrbezirk eingerichtet“ , so Schaaf. Betroffen seien die Orte Falkenberg, Kümmritz, Paserin und Uckro. In diesem Sperrbezirk gebe es laut Kreisverwaltung 40 Geflügelhalter mit 1350 Tieren, die jetzt besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten müssten. Die Tiere dürften nicht mehr in Volieren, sondern nur in geschlossenen Ställen untergebracht sein, die Besitzer müssten strenge hygienische Standards einhalten.
„Darüber hinaus ist ein Beobachtungsbezirk eingerichtet worden, der zehn Kilometer umfasst“ , so Schaaf weiter. Auch hier gebe es bei der Stallpflicht keine Ausnahmegenehmigungen. 15 Tage lang dürften Hunde und Katzen nicht mehr frei herumlaufen.
Über alle Schutzmaßnahmen informiert ein Merkblatt der Kreisverwaltung, das gestern im Sperrbezirk allen Haushalten übergeben wurde. Dabei seien auch die Tierbestände überprüft worden. Bereits am Dienstagabend hatte die Feuerwehr in Pitschen-Pickel nach weiteren toten Wildvögeln gesucht. „Ohne ein Ergebnis“ , so Pressesprecherin Schaaf.