"Ganz im Gegenteil: Vor Weihnachten lösen viele ihre versprochenen Aktionen ein und wollen Geld loswerden", sagte der Vorstand des Johanniter-Landesverbandes Sachsen, Tilo von Ameln, in einem Gespräch.
Bis Ende November seien bundesweit 11,5 Millionen Euro an Spenden auf Konten der Johanniter eingegangen. Allein durch eine Aktion der Zeitschrift "Super Illu" seien mehr als 550 000 Euro im Dezember dazu gekommen. Bis zum Jahresende könne nicht mehr mit einer weiteren Million Euro in den Kassen gerechnet werden.
Die Verteilung der Spenden sei nach anfänglichen Schwierigkeiten gut verlaufen, sagte von Ameln. "Die Kommunen mussten sich unmittelbar nach der Flut erst einmal orientieren und Gutachten einholen." Zudem sei genau geprüft worden, wohin das Geld fließen soll. "Nur wo wir starkes Engagement gespürt haben, haben wir auch unterstützt", sagte er. Probleme habe es zum Teil mit Spendern gegeben, die ihre Spenden an sehr konkrete Bedingungen geknüpft hatten.
So habe eine Fachschule für Behinderte eine ebensolche Einrichtung in Sachsen gesucht. "Da haben wir etwas Zeit damit verbracht, eine Schule zu finden, die auch tatsächlich vom Hochwasser betroffen war", sagte von Ameln.
Trotz dieser Hürden wurden etwa 90 Prozent der bislang eingenommenen Spenden fest zugeteilt. Gefördert wurden vor allem Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Behinderte und Sportstätten. (dpa/bra)