Mit den eingesparten öffentlichen Mitteln ließen sich mehr und schneller andere Bahnhöfe und Stationen in Stand setzen, sagte der verkehrspolitische Sprecher, Reinhold Dellmann, gestern in Potsdam. Er bezog sich dabei auf eine Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienen-Personennahverkehrs, wonach die Deutsche Bahn AG bei neuen Bahnhöfen und Umbauten bis zu 40 Prozent der Kosten sparen könnte. Die Bahn wies die Vorwürfe und Vergleiche mit anderen Anbietern als unzulässig zurück. Strengste Sicherheitsstandards seien zwingend.
Verkehrsminister Frank Szymanski (SPD) empfahl der Bahn AG, die Studie ernst zu nehmen und ihre Standards auf den Prüfstand zu stellen. "Wir fördern Investitionen in die Bahnhöfe mit erheblichen Mitteln. Daher haben wir als Aufgabenträger ein großes Interesse an kostengünstigem Bauen."
Die Bahn unterhält in Brandenburg 361 Bahnhöfe und Haltepunkte. Allein in den Jahren 2002/2003 seien für 2,9 Millionen Euro von Bahn und Land 217 Stationen verschönert worden. (dpa/ta)