Hinter den verschlossenen Türen legen sich die Leute mit Einfluss mächtig ins Zeug für die Große Koalition. Am Ende ist eine weitere Etappe für SPD-Chef Sigmar Gabriel auf dem Weg zum Vizekanzler geschafft: Rund 86 Prozent Zustimmung bekommt sein Kurs. Gabriel gibt sich nüchtern und betont, es gehe der SPD nicht um die Ministersessel. "Inhalte stehen vor Personalentscheidungen."

Auch wenn am Ende die Mitglieder noch einem Koalitionsvertrag zustimmen müssen, verspricht er, dass Deutschland nicht erst 2014 eine neue Regierung bekommen soll. "Weihnachten muss es dann auch mal gut sein", meint er.

Die Kernforderungen der SPD:

Fächendeckender gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde.

Altersarmut bekämpfen und Angleichung der Rentensysteme in Ost- und Westdeutschland.

Pflege verbessern und dafür Beitrag zur Pflegeversicherung anheben.

Gleichstellung von Frauen und Männern verbessern und verbindliche Regelungen für mehr Frauen in Führungspositionen schaffen.

Teilhabe der Zuwanderer in unserer Gesellschaft und Mehrstaatigkeit zulassen.

Kommunen finanziell stärken.

Infrastruktur erhalten und ausbauen.

Bildungssystem stärken und gerechter machen.

Finanzmärkte wirksam regulieren.

Wachstum und Beschäftigung in Europa sichern, Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit verstärken.

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