In einem Entschließungsantrag zu einem Antrag der Grünen, der heute im Landtag verhandelt werden soll, fordert die Fraktion die Landesregierung auf, die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen oder kleinen Gemeinschaftsunterkünften, soweit möglich, weiter zu unterstützen.

Zudem sollen Gemeinschaftsunterkünfte auch in gewerblich genutzten Gebieten möglich werden. "Wir präferieren die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen", so Ness. Manchmal müsse man aber pragmatisch sein. Auch Lehrlingsunterkünfte könnten als Gemeinschaftsunterkunft geeignet sein. "Weltweit gibt es 50 Millionen Flüchtlinge, von denen 6000 nach Brandenburg kommen", so Ness. "Das ist beherrschbar."

Die Grünen hatten in ihrem Antrag, der ebenfalls heute im Plenum beraten wird, dagegen Unterkünfte in Gewerbegebieten lediglich als "Ultima Ratio" bezeichnet. "Die kritische Einzelfallprüfung von geeigneten Bestandsimmobilien soll Vorrang vor Neubauprojekten in Gewerbegebieten und im Außenbereich" haben, um problematische Standorte nicht als Dauerlösungen zu etablieren. Zudem forderten sie eine Schulpflicht für Kinder aus Flüchtlingsfamilien sowie die ausreichende Vermittlung von Sprachkenntnissen.