" Das weist Dieter Dombrowski, CDU-Generalsekretär, zurück. "Man merkt, dass das Bündnis der SPD mit der Stasi- und Wahlfälscherpartei PDS, jetzt Linke, dazu führt, dass Sozialdemokraten nun auch schon in der Lage sind festzustellen, wer bei geheimen Wahlen wem seine Stimme gibt." Die SPD-Führung verliere mittlerweile auch in den eigenen Reihen an Zustimmung für ihre rot-roten Bündnisse. "Der ungeheuerliche Vorwurf, die CDU lasse sich von der NPD helfen, soll davon nur ablenken", sagt Dombrowski. Der neue CDU-Landrat Harald Altekrüger war am Montag mit 25 Stimmen gewählt worden. Sein Kontrahent Andreas Petzold (SPD) erhielt 23 Stimmen. Im entscheidenden Wahlgang gab es eine ungültige Stimme. Für die Wahlschlappe in Spree-Neiße will SPD-Unterbezirkschef Dietmar Woidke die Verantwortung übernehmen. Ness betont: "Das ist anerkennenswert." Er verdeutlicht allerdings, dass es "keine einsame Entscheidung von Woidke gewesen ist", einen neuen Kandidaten für Ex-Landrat Friese ins Rennen zu schicken. Dass Petzold (SPD) dem CDU-Bewerber Altekrüger unterlag, sei auch darauf zurückzuführen, "dass Friese sein persönliches über das Interesse der Partei gestellt hat". Dietmar Woidke hatte sich nach der Niederlage am Wahltag gegenüber der RUNDSCHAU noch optimistisch gezeigt, die verärgerten Basismitglieder der Partei wieder versöhnlich stimmen zu können. "Wir hatten keine Zeit mehr, die Mitglieder zu befragen, als klar wurde, dass Dieter Friese nicht mehrheitsfähig sein würde", so Woidke. Weil die SPD-Basis bei der Kandidatenkür für die entscheidende Abstimmung im Kreistag übergangen worden war, werden Rücktrittsforderungen lauter. Andreas Lemke, Sozialdemokrat aus Spremberg, erklärt: "Ich habe das Trauerspiel der SPD Spree-Neiße und deren Umgang mit dem ehemaligen Landrat Dieter Friese verbittert verfolgt." Er sei all jenen Kreistagsabgeordneten dankbar, die es nicht zugelassen haben, dass das schäbige Verhalten der SPD Spree-Neiße mit der Wahl von Andreas Petzold zum Landrat belohnt wurde. "Ich erwarte, dass die Protagonisten von ihren Posten zurücktreten - Dietmar Woidke als Unterbezirksvorsitzender der SPD Spree-Neiße und Jörg Rakete als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion ebenso wie Andreas Petzold als Kreistagsabgeordneter", so Lemke.Die Vize-Vorsitzende der Kreis-CDU, Monika Schulz-Höpfner (MdL), erklärt: "Wir haben zweifellos von dem undemokratischen, parteipolitisch unklugen und menschlich unwürdigen Verhalten der SPD-Führung gegenüber dem Direktwahl-Kandidaten Dieter Friese profitiert. Mit der NPD gab und gibt es für uns keine Zusammenarbeit." Eig. Ber./ta/KaWe