Größte Herausforderung für den Neuen wird die Kreisgebietsreform mit einer deutlichen Verschlankung der Verwaltung. Zuvor hatte „BZ.de“ darüber berichtet.

Auf zwei Sonderparteitagen wollen die Delegierten von SPD und Linken in Brandenburg am Samstagvormittag die Fortsetzung des rot-roten Bündnisses besiegeln. Dabei wollen Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und der Linken-Landesvorsitzende Christian Görke die Regierungsmannschaft vorstellen. Auch „Potsdamer Neueste Nachrichten“ und „Tagesspiegel“ (beide Samstag) hatten schon über die Zusammensetzung des Kabinetts berichtet.

Neben Schröter gibt es weitere Neubesetzungen aufseiten der SPD. Der bisherige Staatskanzleichef Albrecht Gerber wird neuer Minister für Wirtschaft und Energie. In der Regierungszentrale folgt ihm Innenstaatssekretär Rudolf Zeeb nach. Günter Baaske übernimmt das Bildungsressort, nachdem er jahrelang für Arbeit und Soziales zuständig war.

Der bisherige Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) soll künftig das Agrar- und Umweltministerium führen. Seine bisherige Staatssekretärin Kathrin Schneider im alten Ressort rückt an die Spitze des Hauses. Die parteilose Wissenschafts- und Kulturministerin Sabine Kunst bleibt für die SPD im Kabinett.

Die Linken dürfen nach ihrem schwachen Abschneiden bei der Landtagswahl nur noch drei statt zuvor vier Ministerien besetzen. Christian Görke bleibt Finanzminister, Helmuth Markov Chef der Justiz, der das Verbraucherschutzressort dazu bekommt. Neu ins Kabinett zieht die Bundestagsabgeordnete Diana Golze ein, die das Ressort Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen übernehmen soll.

Die Parteimitglieder der Linken hatten mit großer Mehrheit für den Koalitionsvertrag mit der SPD gestimmt. Nach der Auszählung des Mitgliederentscheids am Freitag votierten mehr als 92 Prozent der beteiligten Mitglieder für die Neuauflage von Rot-Rot. Die Wahl von Woidke und die Vereidigung des Kabinetts sind am Mittwoch im Landtag geplant.