Koalition fortzusetzen. Auch CDU-Generalsekretär Thomas Lunacek sprach von einem "klaren Auftrag" an SPD und CDU, die anstehenden Probleme gemeinsam anzupacken und zu lösen. Rot-Rot werde nichts zugetraut.
Damit sind offenbar Gedankenspiele bei der SPD endgültig vom Tisch, aus wahltaktischen Gründen die Koalition mit der CDU aufzukündigen und stattdessen noch vor der Landtagswahl die PDS ins Boot zu holen.
Wie die RUNDSCHAU berichtete, plädieren zwei Drittel der Brandenburger nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg und des Tagesspiegel für die Fortsetzung der großen Koalition. Nur 25 Prozent wollen Rot-Rot.
In der PDS wurde die Absage der Brandenburger an Rot-Rot als "Katastrophe für Parteichef Ralf Christoffers" gewertet, der auf eine rot-rote Koalition hingearbeitet habe. Vize-Fraktions- und Wahlkampf-Chef Heinz Vietze sagte, die PDS müsse sich "weniger auf rot-rote Spiele, sondern mehr auf einen klaren Oppositionskurs konzentrieren". Enttäuscht zeigte sich Vietze, dass die PDS auf 17 Prozentpunkte gefallen und damit seit der Landtagswahl 1999 ein Viertel ihrer Wähler verloren hat. Intern hieß es in der PDS, die Umfrage-Ergebnisse könnten Auswirkungen auf die von Christoffers angestrebte Nominierung zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl haben.
Für SPD-Fraktionschef Gunter Fritsch ist seine Partei, die in der genannten Umfrage auf 36 Prozent kam, angesichts des Bundestrends "noch vergleichsweise glimpflich" davon gekommen.
Hingegen sehen sich die Christdemokraten, die auf 35 Prozent kletterten und in Brandenburg noch nie besser dastanden, "anhaltend im Aufwind". (Eig. Ber./ma)