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SPD-Troika bietet Merkel Hilfe zur Euro-Rettung an

Berlin. Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier haben der Bundesregierung am Montag Hilfe bei der Bewältigung der Euro-Krise angeboten. dpa/thr

In der Bundespressekonferenz hatte die Oppositions-Troika dramatische Appelle an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichtet, das Projekt Europa zu retten. Die SPD biete Merkel eine Zusammenarbeit an, um den Euro zu retten. Auch unpopuläre Maßnahmen wolle man mittragen, wenn sie das Zaudern und das Schnüren von immer neuen Rettungspaketen beendeten.

Während Merkel den Euro nicht in der Krise sieht, glaubt ihr einstiger Koalitionspartner und Finanzminister Steinbrück, dass der von ihm seit Wochen empfohlene Teilerlass von Schulden für Athen unausweichlich ist.

Steinmeier verweist darauf, dass Merkel zu Beginn der Krise gesagt habe, Griechenland brauche keine Hilfe. Dann hieß es, Griechenland sei ein Einzelfall, der Euro-Rettungsschirm müsse nicht in Anspruch genommen werden. „Durch Nichthandeln kann man falsch handeln“, so Steinmeier. Gabriel betont, es gehe hier um die Rettung des Euros, längst habe sich die Schuldenkrise zu einer politischen Krise in der EU ausgeweitet.Kommentar & Politik

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Arbeitsmarkt nutzt Die KriseStraßburg. Deutsche Jobvermittler suchen zunehmend in den krisengebeutelten Euro-Ländern Spanien, Portugal und Griechenland nach gut ausgebildeten jungen Menschen. Allein 130 000 Spanier suchen nach Angaben des EU-Netzwerks EURES derzeit einen Job im Ausland. Die deutsche Botschaft in Madrid und die deutsch-spanische Handelskammer informieren daher über Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland, ähnliche Initiativen sind in Griechenland geplant. AFP/thr