Die Vorstandsmitglieder um den Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Matthias Platzeck einigten sich auf eine insgesamt 15-köpfige Landesliste, die endgültig am 17. April von einer Landesvertreterversammlung in Wildau (Kreis Dahme-Spreewald) beschlossen werden soll. Der in Spree-Neiße und Cottbus kandidierende Gewerkschafter Ulrich Freese soll hinter der Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dagmar Ziegler Listenplatz 3 erhalten.

Die in Dahme-Spreewald und Teilen von Oberspreewald-Lausitz kandidierende Staatssekretärin Tina Fischer soll Platz 8 auf der Landesliste bekommen, während die Direktkandidatin aus Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz II Kerstin Weide vom Landesvorstand der SPD für Listenplatz 10 vorgeschlagen wird.

Wie SPD-Generalsekretär Klaus Ness am Dienstag vor Journalisten in Potsdam erklärte, setze die SPD in allen Fällen jedoch nicht auf einen Einzug der Kandidaten über die Landesliste. "Bei der vergangenen Wahl haben wir nicht einen einzigen Kandidaten über die Liste in den Bundestag gebracht", erklärt Klaus Ness. "Wir gehen vielmehr davon aus, dass wir alle zehn Brandenburger Bundestagswahlkreise direkt gewinnen können."

Bei den Bundestagswahlen im Jahr 2009 hatte die SPD in Brandenburg 25 Prozent der Zweitstimmen erhalten. Auch fünf der zehn Direktmandate hatte die Partei gewonnen. "Dieses Mal ist die Stimmung für uns deutlich besser."