Die Vorstellungen zielen auf mehr Chancengleichheit für Schüler, mehr Kompetenzen für Schulen und mehr Mitsprache für Eltern, hieß es gestern bei der Vorstellung des Papiers.
Im Mittelpunkt steht gemeinsames Lernen bis zur achten Klasse. Zudem sollen eine verbindliche Vorschule vom fünften Lebensjahr an sowie eine offene und jahrgangsübergreifende Schuleingangsphase bis zur dritten Klasse eingeführt werden.
"Wir wollen kein Werkeln an Symptomen", sagte Fraktionschef Thomas Jurk. Es gehe um grundsätzliche Änderungen der seit 1990 in Sachsen gewachsenen Strukturen, die nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könnten. "Uns ist klar, dass wir bei der Diskussion Widerstände zu überwinden haben. Aber wir werden einen langen Atem haben." Eine Konkurrenz zur Volksinitiative und den Vorstellungen der CDU für ein neues Schulgesetz sieht Jurk nicht, weil diese auf akute Probleme reagierten.
Der SPD gehe es darum, Leistung und Förderung besser miteinander zu verzahnen. Dies erfordere eine andere Schulkultur, eine andere Unterrichtsform. "Wir wollen den Schulen ihren Behördencharakter nehmen", umriss Jurk eine weitere Position. In dem Papier spricht sich die SPD zudem für nationale Bildungsstandards, zentrale Tests und Prüfungen sowie ein deckendes Angebot von Ganztagsschulen aus. "Ganztagsschulen sollen keine Regelschule sein", betonte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Gunther Hatzsch. (dpa/bra) Internet: www.gute-schule.info