Seit 1990 habe sich ein "Grundvertrauen" in die Regierungsarbeit der SPD herausgebildet, sagte Ness gestern in Potsdam. Der Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS, Thomas Nord, hob dagegen die teilweise sinkenden Sympathiewerte für einige Regierungspolitiker hervor, die die Quittung für "Querelen und Patzer" seien.
Während die CDU laut Umfrage bei einem Wähleranteil von 21 Prozent verharrt, gewinnt die Linkspartei.PDS im Vergleich zur letzten Erhebung im November 2006 zwei Punkte hinzu und kommt auf 25 Prozent. Die nicht im Landtag vertretenen kleineren Parteien FDP und Bündnis 90/Die Grünen erhalten 5 (minus 1) beziehungsweise 4 (plus 1) Prozent. Auf die rechtsextreme NPD und DVU entfallen zusammen 3 Prozent der Stimmen. Im Auftrag der in Potsdam erscheinenden "Märkischen Allgemeinen" und der RBB-Fernsehsendung "Brandenburg aktuell" hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap 1000 Bürger befragt.
Zwar sei die politische Stimmung im Land stabil, die Arbeit der Regierung stoße jedoch zunehmend auf Kritik, stellte PDS-Chef Nord fest. Die Zustimmungswerte für Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gingen wegen dessen "glücklosem Agieren" zurück. "Ich freue mich über die guten Sympathiewerte des CDU-Führungsteams", meinte der CDU-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns. Sie zeigten, dass die Menschen hier Geschlossenheit honorierten. Auch sei er froh, dass die E-Mail-Affäre in der Wählermeinung keine bleibenden Spuren hinterlassen habe. (dpa/mb)