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SPD in Brandenburg und Sachsen sieht keine Auswirkungen

Ein Wähler gibt in der Wahlkabine seine Stimme zur Bundestagswahl 2017 ab.
Ein Wähler gibt in der Wahlkabine seine Stimme zur Bundestagswahl 2017 ab. FOTO: Martin Schutt (dpa-Zentralbild)
Potsdam/Dresden.. Das Ergebnis im Bund ist auch in Brandenburg und Sachsen auf Reaktionen gestoßen. Die SPD gibt sich trotzig, die Brandenburger CDU sieht sich im Aufwind. bob/mit dpa

"Das ist ein bitterer Abend für die Sozialdemokraten", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Abend in Potsdam. Auswirkungen auf die Landespolitik sieht er nicht. Man habe ähnliche Ergebnisse auch vor der letzten Landtagswahl gehabt.

In Brandenburg wird im kommenden Jahr der Landtag neu gewählt. Brandenburgs CDU-Chef, Ingo Senftleben, sieht trotz der Verluste seiner Partei Rückenwind für seine Partei: "Wir haben gute Chancen auch in Brandenburg Wahlsieger zu werden." Rainer Genilke, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Finsterwalde und CDU-Landtagsabgeordneter: "Wir sind stärkste Partei und Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Rot-Rot-Grün kommt nicht zustande. Das war erklärtes Ziel. Sorge bereitet das zweistellige Ergebnis von Krakelern, die keine Antworten auf wichtige Probleme der Zeit haben."

In Sachsen ist Martin Dulig, Landesvorsitzender der SPD, enttäuscht: "Natürlich können wir uns nicht über dieses Ergebnis freuen - es ist ein bitterer Tag für uns. Es ist ein schwer zu ertragender Zustand, dass wieder Abgeordnete im Bundestag sitzen, die als Postfaschisten zu bezeichnen sind."

Regierungschefs Stanislaw Tillich (CDU) sagte, das Ergebnis der Union und des bisherigen Koalitionspartners SPD gebe die Frage auf, "was haben wir falsch gemacht".

Sachsens FDP feiert "starkes Comeback". Generalsekretär Torsten Herbst: "Die FDP kehrt nicht nur in den Bundestag zurück, sondern wird auch mit einer starken Fraktion vertreten sein. Wir sehen das Ergebnis mit Stolz und Demut."