Nur so könne Sachsen an der voraussehbaren wirtschaftlichen Entwicklung der Beitrittsgebiete partizipieren.
Nach Ansicht Krehls könnte Sachsen als eine Art "Aufbauhelfer" für seine östlichen Nachbarn Polen und Tschechien wirken. Mit seinen kurzen Transportwegen sei der Freistaat im Unterschied zu westlichen Bundesländern als Handelspartner viel näher an den Beitrittsländern dran. Allerdings müsse die Regierung noch viel stärker in dieser Richtung agieren. Auch strukturell sieht Krehl Nachholbedarf. Wenn sie Ministerpräsidentin wäre, würde sie beispielsweise das Europaministerium dem Ressort Wirtschaft zuordnen, sagte die Parteichefin.
Mit Blick auf die nach 2006 drohende Reduzierung der europäischen Fördergelder für Sachsen und andere ostdeutsche Bundesländer warb Krehl für Realitätssinn. Es sei nicht realistisch, dass nach diesem Zeitpunkt noch der gesamte Freistaat Zielgebiet für die höchste Stufe der EU-Regionalförderung ist. (ddp/kr)