Insgesamt wachsen in Brandenburg die weißen Stangen auf rund 2000Hektar; ein Großteil davon in der Region um Beelitz, aber auch anden Rändern des Spreewaldes wie in Vetschau oder in derNiederlausitz, zum Beispiel auch rund um Sallgast. Bleiben dieWachstumsbedingungen so ideal wie gegenwärtig, wird auf jedenFall in Brandenburg wieder die Erntemenge des Vorjahres erreicht.Das waren rund 5000 Tonnen; für Statistiker: Jede zehnte deutscheSpargelstange kam da aus unserer Region.
Richard Mehnert versorgt mit seinem Spargel Wochenmärkte in ganzBrandenburg; hat aber auch erfolgreiche Beziehungen bis hinunterins Bayerische. „Unser Spargel ist bei den Kunden begehrt, nichtnur, weil er ein absolut gesundes, den Körper entgiftendes Gemüseist.“ Viel mag auch beitragen, dass der Anbau im WerenzhainerBetrieb kontrolliert und integriert erfolgt - alles was auf denAnbauflächen geschieht, wird dokumentiert; nach Möglichkeit wirdnur Naturdünger eingesetzt; Spritzmittel kommen nur begrenzt undbei wirklich dringendem Bedarf zum Einsatz.
Spargel gehört zu den Gemüsen, die nicht ganz billig sind.Mehnert verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Anbau undErnte der weißen Stangen absolut handarbeitsintensiv sind. Wenndie Ernte in vollem Gange ist, dann werden pro Hektar - so weistes die Landwirtschaftsstatistik aus - gut und gern vier versierteSpargelstecher gebraucht.
Der Spargel aus Werenzhain ist in dieser Saison nicht nur aufdiversen Wochenmärkten zu finden. Über die Wintermonate hatRichard Mehnert gemeinsam mit seinem Sohn Marcus im 150 Jahrealten Bauernhaus der Familie einen Hofladen gebaut, in dem derSpargel, nachdem er eine neue computergesteuerte Sortieranlagedurchlaufen hat, in verschiedenen Qualitätsstufen den Kundenpräsentiert wird.
Am 24. Juni geht die Spargelsaison zu Ende. Danach wird nichtmehr gestochen. Das ist wichtig, damit die Pflanzen, die beiguter Pflege rund 20 Jahre Ertrag bringen können, sichregenerieren.