Bei der 44-Jährigen waren am Sonntag bei einem Bluttest aber keine Ebola-Viren mehr festgestellt worden. Ein zweiter Test am heutigen Dienstag solle das Ergebnis bestätigen. Nur wenn dieser Befund ebenfalls negativ ausfalle, könne man sagen, dass die Patientin die Infektion überwunden habe, betonte der Sprecher. Der zweite Test sei notwendig, weil die Frau bis Freitag mit Medikamenten behandelt worden sei, die eine Präsenz von Ebola-Viren verdecken könnten. Welche Therapien die Mediziner bei der Pflegehelferin anwandten, wurde offiziell bislang nicht mitgeteilt. Es gilt als sicher, dass sie Blutserum von Spendern erhielt, die eine Ebola-Infektion überlebt und Antikörper entwickelt hatten. Zudem sollen ihr experimentelle Medikamente verabreicht worden sein.

Der Ehemann der Patientin will die Behörden verklagen. "Ich werde vor Gericht beweisen, dass die Bewältigung der Ebola-Krise ein großes Pfuschwerk war", kündigte der Mann auf einem Video an, das eine Sprecherin der Familie der Presse übergab.