Mancherorts gebe es bereits erste Austriebe an den Rebstöcken. Dann könnten Temperaturen um den Gefrierpunkt - wie für die nächsten Tage in Sachsen angekündigt - das Gewebe schädigen.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) können die Temperaturen in der Nacht auch im Tiefland auf bis zu minus sechs Grad fallen. Tagsüber liegen die Temperaturen zum Teil nur knapp über dem Gefrierpunkt.

Aus Angst vor Spätfrösten will das Staatsweingut Schloss Wackerbarth in den Weinbergen hunderte kleine Feuer entfachen. "Der aktuelle Kälteeinbruch in Sachsen fordert von den Winzern besondere Maßnahmen", sagte Sprecher Martin Junge.

Von diesem Dienstag an bis Freitag sollen daher in jeder Nacht rund 200 kleine Feuer in insgesamt acht Lagen in Diesbar-Seußlitz und Radebeul (Landkreis Meißen) kontrolliert entzündet werden, um die Lufttemperatur über dem Boden zu erwärmen. Betroffen sind insgesamt 19 Hektar Rebfläche, darunter 5,5 Hektar besonders empfindliche Junganlagen der Rebsorten Müller-Thurgau und Bacchus auf der Seußlitzer Heinrichsburg.

"Späte Frostperioden bedrohen vor allem die Knospen der Rebstöcke, die durch die plötzliche Kälte braun werden und abfallen", so Junge.