Das teilte Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider (SPD) am Dienstag vor Journalisten in Potsdam mit.

Bislang dürfen nur Menschen, die als Alleinstehende nicht mehr als 12 000 Euro pro Jahr verdienen, einen Wohnberechtigungsschein in Anspruch nehmen. Für Paare und Familien mit Kindern gelten höhere Werte, die sich nach der Zahl der zum Haushalt gehörenden Personen bemisst. Mit dem Schein können sie Wohnungen mieten, deren Höchstmiete im Berliner Umland 5,50 Euro pro Quadratmeter und 4,90 Euro im berlinfernen Raum beträgt.

Diese Regelung soll künftig weiter gelten. Zusätzlich soll es aber eine zweite Einkommensgrenze geben, die 40 Prozent über dem bisherigen Niveau liegt. Für Menschen, die etwa als Alleinstehende pro Jahr nicht mehr als 16 800 Euro verdienen, soll es möglich sein, eine geförderte Sozialwohnung zu beziehen, deren Miete dann sieben Euro pro Quadratmeter im Berliner Umland und sechs Euro pro Quadratmeter im berlinfernen Raum nicht übersteigen darf.

Zudem gilt ab 1. Januar in 31 Kommunen die Mietpreisbremse. Demnach darf die Miete beim Abschluss neuer Verträge und nach einer Mieterhöhung die ortsübliche Vergleichsmiete um maximal zehn Prozent übersteigen. "Die Mietpreisbremse wird dazu führen, dass die Mieten in angespannten Wohnlagen auch in Zukunft nur maßvoll steigen werden", sagte Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider (SPD).

Die Bundesländer können seit dem Juni auf die Mietpreisbremse treten. In Brandenburg soll sie etwa in Potsdam, Oranienburg, Kleinmachnow und Teltow gelten.