In Sachsen stehen am nächsten Mittwoch Warnstreiks im öffentlichen Dienst an. Geregelten Schulunterricht wird es an diesem Tag nicht geben. Die Warnstreiks dürften nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, warnte Lorenz.

Vor allem in den Oberschulen müssten die Prüfungsvorbereitungen abgesichert werden. Dennoch könne der Landeselternrat die Forderungen der Lehrer nach besserer Bezahlung und Sicherung der Altersvorsorge verstehen und kündigte Unterstützung an. Die Eltern wollen das Gespräch mit den Arbeitgebern suchen und mahnen eine rasche Einigung an. Eltern und Lehrer seien sich zudem einig, dass der Lehrerberuf attraktiver gestaltet und die Unterrichtsqualität verbessert werden müsse. "Ausreichende und gut qualifizierte Lehrer sind die Voraussetzung, dass Bildungsqualität gesichert wird", erklärte Lorenz.

Der Sächsische Lehrerverband betonte unterdessen, dass sich der Warnstreik nicht gegen Schüler und Eltern richte, sondern damit der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden soll.

Bisherige Unterrichtsausfälle seien nicht den Lehrern anzulasten, sondern der unzureichenden Personalausstattung an den Schulen, hieß es. "Wenn die Lehrer streiken, streiken sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für attraktive Arbeitsbedingungen, die den dringend benötigten Lehrernachwuchs nach Sachsen lenkten, erklärte Verbandsvorsitzender Jens Weichelt am Sonntag.

In Chemnitz, Dresden und Leipzig sind nächsten Mittwoch zentrale Kundgebungen geplant.

Hintergrund der Warnstreiks sind die bisher ergebnislos verlaufenden Verhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr.