"Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die sich zurzeit im Baltikum und in Polen ausbreitet", sagt CDU-Agrarpolitiker Andreas Gliese, der selbst Tierarzt ist. Da es bislang keinen wirksamen Impfstoff gebe, wäre ein Ausbruch in Deutschland mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden verbunden. "Ein wesentlicher Ausbreitungsweg führt über die Wildschweinbestände", sagt Gliese. "Es ist daher sinnvoll, genau hier mit der Prophylaxe anzusetzen."

Für viele Jäger würde sich jedoch gerade die Jagd auf Frischlinge nicht lohnen, da wenig Wildfleisch hohen Gebühren für die verpflichtenden Untersuchungen gegenüberstünde. Das bestätigt auch der Chef Geschäftsführer des Landesjagdverbands, Georg Baumann. Zudem sei es sinnvoll, die Jagd auch in Schutzgebieten durchzuführen. Die Sprecherin des Potsdamer Verbraucherschutzministeriums, Maria Strauß, erklärte dagegen, dass das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland vor allem darin bestehe, dass der Erreger über kontaminiertes Material durch Personen- und Fahrzeugverkehr eingeschleppt werde.