Die Initiative dazu kam vom Cyrill-Methodius-Verein, dem Verein der katholischen Sorben in der Lausitz, sowie vom Verkaufsleiter der Euromint Europäische Münzen und Medaillen GmbH, Detlef Wöhner. Den gebürtigen Berliner, der zu DDR-Zeiten seinen Wehrersatzdienst in der Nähe von Lübbenau ableistete, ließ das Thema seitdem nicht mehr los. Doch erst in diesem Jahr verwirklichte er seine seit langem gehegte Idee, das Thema „Ostern bei den Sorben“ als Sonderprägung zu verewigen, in enger Zusammenarbeit mit dem Bautzener Dompfarrer Veit Scapan, der gleichzeitig als Vorsitzender des Cyrill-Methodius-Vereins fungiert.
Letzterer musste nicht lange zur Teilnahme an dem Projekt überredet werden. „Wir erhoffen uns von der Gedenkmünze einen höheren Bekanntheitsgrad für unseren Verein sowie eine tiefer gehende Beschäftigung der Käufer mit dem Thema Ostern.“ Die Vorlage für die Vorderseite der Medaille, die eine typische Osterreiterszene zeigt, stammt von einer Fotografie aus dem Archiv des Vereines. „Es gibt noch weit verbreitete falsche Ansichten über die Herkunft und den Sinn des Osterreitens“ , so Veit Scapan. So sei es schlicht falsch, dass die Osterreiter für die Fruchtbarkeit der Felder beteten. „Es geht allein um die Verkündigung der Osterbotschaft und den Empfang der Sakramente“ , betont der Bautzener Dompfarrer.
Die Gedenkmedaille erscheint in einer Erstauflage von 200 Stück und kann als Silberprägung im Dompfarramt Bautzen, An der Petrikirche 7, sowie in den Filialen der Kreissparkasse Bautzen zum Verkaufspreis von 28,50 Euro erworben werden. Die Goldprägung wird auf Bestellung individuell hergestellt und kostet 398 Euro. Die Limitierung der Auflage liegt bei 1000 beziehungsweise 50 Stück.