Die Minderheiten-Fußball-EM wird vom 18. bis 26. Juni in Südtirol ausgetragen. 24 Männer- und sechs Frauenteams kämpfen parallel zur Uefa-Fußball-EM in Frankreich um den Titel. Die beiden Mannschaften haben bereits mit dem Training begonnen. "Unser erklärtes Ziel für die Männer ist der Einzug ins Viertelfinale", so Trainer Frank Rietschel. Die Gegner seines Teams sind die Kärntner Slowenen, die deutsche Minderheit in Dänemark und die Ungarn in der Slowakei.

Zum Kader gehören 20 Amateure. Sie kommen aus sieben Vereinen. Die sorbische National-Elf besteht seit 1995. Bei Frauen-Trainer Peter Böhmak ist die Auswahl etwas kleiner. "In unserer Region gibt es leider nur wenig Frauenfußball. Wir werden trotzdem mit einem starken Team auflaufen."

"Bei diesem Turnier geht es nicht nur um den Sieg. Es soll zeigen, dass Minderheiten mehr als Folklore sind", bemerkte Kowar. Organisiert wird die Europeada von der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen in Zusammenarbeit mit der für das jeweilige Turnier gastgebenden Minderheit. In diesem Jahr sind es neben den deutschsprachigen Südtirolern die Ladiner.