"Nach dem bisherigen Stand der Gespräche müssen wir damit rechnen, dass für 2004 nur noch acht statt 8,18 Millionen Euro für die Stiftung zur Verfügung stehen", sagte Burkard Beilfuß, Vertreter des Bundes im Beirat der Sorben-Stiftung, gestern in Berlin.
"Für uns sind 180 000 Euro eine riesige Summe", sagte der Vorsitzende der Domowina-Bund Lausitzer Sorben, Jan Nuck. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) habe im vergangenen Jahr zugesagt, dass es keine Kürzungen der Bundeszuschüsse geben solle. Nuck kündigte "Aktivitäten an, damit diese Zahlen so nicht im Entwurf des Bundeshaushaltsplanes erscheinen".
"Wir müssen an allen Ecken und Enden sparen, so dass wir auch die Stiftung in bescheidenem Umfang daran beteiligen müssen", verteidigte Beilfuß die Sparpläne. Die Kabinette der Länder Sachsen und Brandenburg hatten am Dienstag erklärt, ihren Anteil für die Stiftung beizubehalten. Sachsen beteiligt sich mit rund 5,5 Millionen Euro, Brandenburg mit 2,7 Millionen Euro. Von rund 60 000 Sorben leben
40 000 in Sachsen und 20 000 in Brandenburg. (dpa/bra)