Die beiden angemeldeten Kundgebungen dürfen nur auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden, sagte ein Gerichtssprecher gestern in Frankfurt (Oder). Der geplante Demonstrationszug durch den Ort zum Friedhof sei nicht möglich.
Nach der Schändung des Gedenksteines für die einstige Synagoge von Frankfurt (Oder) am Donnerstagabend sind seit gestern Abend alle Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß. Die Haftrichterin am Frankfurter Amtsgericht lehnte die neun Haftanträge der Staatsanwaltschaft ab, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde. Der rechtsradikale Vorfall hatte Zorn und Entsetzen ausgelöst. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sprach von einer "unerträglichen Provokation".
(dpa/uf)