"Ja?"

"Schatz, der Geschirrspüler . . ."

"Kaputt?"

"Nein, nein, läuft wie eine Eins, alles bestens, nur . . "

"Nun spann mich doch nicht so auf die Folter, mach hinne, die bringen gleich die ersten Hochrechnungen, die will ich mit 'nem ordentlichen Schluck . . . Wo is'n mein Bierglas?"

"Schatz, das wollte ich ja gerade sagen. Also, der Geschirrspüler, ja, und dein Lieblings-Bierglas, die haben sich jetzt nicht mehr sooo gut vertragen . . ."

Er musste sich setzen. Durchatmen. Ganz tief durchatmen.

Das Glas.

Er hatte es vor 35 Jahren auf dem Rummel geschossen. Solche Gläser hatte es damals nur auf Rummeln gegeben. Stolz wie ein Spanier war er gewesen! Neun Umzüge hatte das Glas überstanden, wenn das überhaupt reichte. Er war dagegen gewesen, das Glas, das er die ganze lange Zeit höchstpersönlich abgetrocknet hatte, in diesen verdammten neuen Geschirrspüler zu geben. Man konnte Geschirrspülern einfach nicht trauen, so modern sie auch waren, das hätte er wissen müssen. Aber er war ja selbst schuld, hatte sich überreden lassen . . . Ihn überfiel jetzt ein leiser Verdacht.

"Und, Schatz", hörte er, "weißt du, ich dachte, wir trinken heute mal zusammen Weißweinschorle, du musst doch nicht immer das olle Bier . . . Ich hab mal schon die Weißweinschorle-Gläser rausgestellt!"

Weißweinschorle-Gläser! Seit wann, zum Henker, gab es eigentlich Weißweinschorle-Gläser?!

Sie sahen ziemlich bescheuert aus, fand er.

Und sehr, sehr zerbrechlich.