Ich habe immerhin ein tolles Wort in diesem Zusammenhang gelernt: Obsoleszenz. Unter dem Begriff werden die "Waffen" zusammengefasst, die man in die Tonne kloppen müsste. Verschlissen, abgenutzt, veraltet, obsolet eben. Ja klar, Bauernkrieg: 1524/25.

Jetzt streitet sich die Politik mit der Rüstungsindustrie herum, wer an der Misere die Schuld trägt. Was heißt jetzt, schon seit Jahren geht das ja. Ich erfahre erstens, dass viel zu oft politisch entschieden wird, was die Bundeswehr für Waffen kriegt - und die Truppe muss das Zeug nehmen, ob sie will oder nicht. Hoffentlich entscheidet die Regierung nicht demnächst, dass die Fußball-Nationalmannschaft künftig anstelle von Schuhen mit Schwimmflossen spielt . . . Dann gewinnen wir allerdings nicht mal mehr gegen Gibraltar und San Marino.

Zweitens höre ich: Die deutsche Rüstungsindustrie liefert zu schlecht, zu teuer und zu spät - teilweise mit jahrelanger Verspätung.

Einige Waffen sollen immerhin etwas moderner sein. Mit denen wurde erstmals im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 gefochten.

Dafür kann Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen eher nichts.

Was ist eigentlich aus ihren Betriebskindergärten für die Bundeswehr geworden?

Was, sogar noch moderneres Kriegsgerät? Aus der Völkerschlacht von 1813? Ich bin begeistert!

Mit vielen dieser Waffen haben anderseits schon die Germanen im Jahre 9. n. Chr. die Schlacht im Teutoburger Wald bestritten.

Und? Haben sie etwa nicht gesiegt?