Mit zunächst neun Millionen Euro für 20 Projekte will der Bergbausanierer LMBV der Braunfärbung der Spree zu Leibe rücken. Nach dem Treffen von Brandenburgs Regierungschef Matthias Plat zeck (SPD) mit LMBV-Chef Mahmut Kuyumcu und weiteren Entscheidungsträgern in der Vorwoche in Potsdam hat die LMBV für Sachsen und Brandenburg ein Paket geschnürt, das kurzfristig gestartet wird und bis ins Jahr 2017 reicht. Mit den Mitteln aus dem Verwaltungsabkommen Braunkohle soll die Verockerung der Spree und damit auch die Gefahr für den Tourismus im Spreewald gebannt werden.

In Sachsen wird unter anderem ein Pilotvorhaben zur Untergrundwasser-Behandlung im Raum Kleine Spree/Spree-Ruhlmühle gestartet. Zudem geht es um die Errichtung von Auffangriegeln für Brunnen und die Ertüchtigung der Grubenwasser-Reinigungsanlage Burgneudorf.

Für den Brandenburger Einzugsbereich der Spree ist vorgesehen, Schlamm zu beräumen und Durchlässe instand zu setzen. Es geht um die Neutralisation des Lichtenauer Sees und den Einsatz des Sanierungsschiffes am Schlabendorfer See. Des Weiteren wird die Grubenwasser-Reinigungsanlage Vetschau reaktiviert. Auch eine Umnutzung der Wasserbehandlungsanlage des ehemaligen Kraftwerkes Vetschau gehört zu den 20 Vorhaben. Im IV. Quartal 2013 zieht die LMBV eine Zwischenbilanz.

Die Braunfärbung der Spree wird durch einen hohen Anteil von Eisenhydroxid im Spreewasser verursacht. Es entsteht bei der Verwitterung von Eisenverbindungen in Kippenböden ehemaliger Tagebaue in der Lausitz sowie in Niedermooren.

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Das komplette

Maßnahmen-Paket der LMBV

gegen die Spree-Verockerung:

lr-online.de/braunespree