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| 02:34 Uhr

So viele falsche Euro-Scheine wie nie

Berlin. In Deutschland ist so viel Falschgeld im Umlauf wie noch nie seit der Euro-Einführung 2002. Rund 100 000 falsche Scheine wurden im vergangenen Jahr in Deutschland sichergestellt. Weniger als fünf Prozent davon tauchten in Brandenburg und Sachsen auf. dpa/bob

Bei der Bundesbank in Frankfurt am Main ist man alarmiert. "Der Anstieg der Falschgeldzahlen ist bedenklich", sagt Vorstand Carl-Ludwig Thiele. 2015 schnellte die Zahl der Blüten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent drastisch nach oben. Der Schaden kletterte von 3,3 Millionen auf 4,4 Millionen Euro. Weltweit richteten Kriminelle mit Euro-Blüten im vergangenen Jahr gut 39 Millionen Euro Schaden an.

In Sachsen bleibt die Zahl der Falschgeldfälle gleichbleibend hoch: Rund 1400 Fälle registrierte das Landeskriminalamt 2015 wie 2014. In Brandenburg rechnet die Polizei dagegen mit steigender Blüten-Zahl. Denn allein zwischen Januar und Juli 2015 wurden in 761 Fällen insgesamt 1000 falsche Banknoten sichergestellt. Im gesamten Jahr 2014 waren es 1004 Fälle mit insgesamt 1567 Blüten gewesen.

Besonders beliebt bei Fälschern sind 20- und 50-Euro-Scheine. Sie machen fast 90 Prozent der sichergestellten Blüten aus. Die Währungshüter haben darauf bereits reagiert. Seit November ist der neue Zwanzig-Euro-Schein im Umlauf, der dritte in der neuen Banknotenserie nach dem Fünfer (Mai 2013) und dem Zehner (September 2014). Nach und nach sollen alle Stückelungen neu aufgelegt werden.

Trotz steigender Fallzahlen ist es relativ selten, dass einem Falschgeld untergejubelt wird. Rechnerisch entfielen im vergangenen Jahr in Deutschland zwölf falsche Banknoten auf 10 000 Einwohner.

Wie Sie die Blüten erkennen:

lr-online.de/falschgeld