Schwerpunkt der Kontrollen war am Samstag zunächst die Autobahn 4 an der Grenze zu Polen. Anfang nächster Woche soll auch auf der Autobahn 17 an der Grenze nach Tschechien wieder mehr kontrolliert werden. Außerdem wird der Bahnverkehr zwischen Dresden und Prag verstärkt überwacht.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wird die Geschwindigkeit an den Kontrollpunkten auf 40 Stundenkilometer herabgesetzt, so dass die Beamten durch die Scheiben einen Blick ins Innere der vorbei fahrenden Autos werfen können. Zudem wurden die Fahrspuren auf nur eine Fahrbahn verjüngt. Kontrolliert wird vor allem der Einreiseverkehr. Die Kontrollen sollen "so effizient wie möglich erfolgen und zum anderen einen verhältnismäßig reibungslosen Reiseverkehr gewährleisten", kündigte Christian Meinhold, Sprecher der Bundespolizei in Pirna an.

Die Kontrollen sollen bis zum 11. Juli bestehen bleiben. Der G20-Gipfel startet am 7. Juli in Hamburg. Die Schleierfahndung macht verdachtsunabhängige Kontrollen in einem 30-Kilometer-Gürtel hinter den Außengrenzen möglich. Bei der Innenministerkonferenz Anfang der Woche in Dresden hatten sich die Länder nicht auf eine bundesweite Regelung dazu verständigen können.