„Ich habe mich entschieden, dass ich bei den vorgezogenen Parlamentswahlen nicht kandidieren und mich nicht um die Gunst der Wähler bewerben werde“, sagte sie am Dienstag in Bratislava.

Radicova gilt als mit Abstand populärste bürgerliche Politikerin der Slowakei. Sie will jetzt wieder als Professorin für Soziologie an einer Universität arbeiten.

Gemäß einer Vereinbarung aller im Parlament vertretenen Parteien mit Staatspräsident Ivan Gasparovic bleibt Radicova bis zu den Wahlen mit eingeschränkten Vollmachten im Amt.

Radicova, die erst seit Juli 2010 als erste weibliche Regierungschefin der Slowakei amtierte, hatte eine Parlamentsabstimmung über die geplante Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF am 11. Oktober mit der Vertrauensfrage verknüpft und verloren. Erst mit Unterstützung der Opposition kam in einer Wiederholungsabstimmung am 13. Oktober doch noch eine Mehrheit zustande.