Und das gleich nach zwei Leuten, die im Wahlkampf von den Plakaten lächeln und die Partei in Talk-Shows vertreten sollen.

Eine von 15 Bewerbern ist Katrin Göring-Eckardt. Gut möglich, dass die 46jährige Thüringerin deshalb jetzt ein paar persönliche Eigenschaften öffentlich machte, die man so von der amtierenden Bundestagsvizepräsidentin noch nicht gehört hat. Zum Beispiel die, dass sie zwar gern Gottesdienste besucht, aber grottenschlecht singen kann, weshalb ihre Kinder dann schon mal zischen: "Mama, bitte nicht so laut." Verblüffend auch, dass sich Göring-Eckardt, obwohl ein Mensch der leisen Töne, dem Fußball verbunden fühlt. Und zwar speziell Schalke 04. Dort ist Göring-Eckardt sogar seit zehn Jahren Mitglied. Sie lasse sich gern von der "tollen Stimmung" in Gelsenkirchen mitreißen. Dort fallen ihre mäßigen Sangeskünste auch weniger auf.

Sonderliche Chancen auf die grüne Spitzenkandidatur werden Göring-Eckardt übrigens nicht eingeräumt. Vielleicht hält sie auch deshalb so unverbrüchlich zu Schalke. Die wären auch immer gern Meister. Wirklich geworden sind sie es zum letzten Mal 1958. Da war Göring-Eckardt noch gar nicht geboren.