Der 36-Jährige errang den Titel vor angereisten Köchen aus Niedersachsen, Bayern, Thüringen und Sachsen sowie aus Liechtenstein und Tschechien.
Escher überzeugte die Jury mit einem Sauerbraten von Ente in zwei Gängen. Zunächst servierte er eine in Himbeeressig gebeizte Entenkeule als Strudel, mit einer marinierten Kirschtomate, die mit Himbeeren gefüllt war. Dann folgte eine in Balsamico-Essig gebeizte Entenbrust mit einem Dreierlei von Kloß und Rotkohl, unter anderem mit einem Latte Macchiato aus den beiden Beilagen. "Ich wollte mit einer innovativen Kreation überzeugen, die aber traditionellen Zutaten verwendet", sagte Escher.
Der Rummel um den Sauerbraten, Lieblingsrezept sächsischer Könige im 19. Jahrhundert, hatte 2002 mit einer Gerichtsverhandlung begonnen. Es ging um eine vermeintliche Zechprellerei. Ein Gast wollte nicht bezahlen, da sein Sauerbraten nicht wie Sauerbraten geschmeckt haben soll.
Um fachkundig herauszubekommen, wie ein solcher Braten schmecken kann oder muss, gründete sich der "Arbeitskreis Deutscher Sauerbraten", der den Wettstreit ins Leben rief. Ende 2002 wurde der erste Sauerbraten-Champion gekürt worden. (dpa/mb)