Dafür habe es aber für Silvester typische Delikte wie Sachbeschädigungen gegeben. Auch mehrere Körperverletzungen wurden registriert. Zudem verursachten Raketen mehrere Brände, bei denen aber niemand verletzt wurde. Im Leipziger Süden blieben die befürchteten Silvesterkrawalle aus. Am Connewitzer Kreuz hatten in der Nacht bis zu 3000 Menschen überwiegend friedlich gefeiert, wie die Polizei mitteilte. Der Stadtteil gilt als Zentrum der links-alternativen Szene. In den vergangenen Jahren hatten sich dort immer wieder Polizei und Autonome Straßenkämpfe geliefert. In diesem Jahr zog die Polizei eine positive Bilanz. Fünf Männer wurden wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung gegenüber Polizisten in Gewahrsam genommen. In anderen Leipziger Stadtteilen seien Sachbeschädigungen und Körperverletzungen registriert worden. So wurden Scheiben eingeschlagen und Wertstoffbehälter angezündet. Die Leipziger Feuerwehr registrierte den Angaben zufolge von 18 bis drei Uhr 42 Einsätze, in 20 Fällen brannten Container. Die Feuerwehr in Dresden registrierte 21 Brände, davon bei 17 Papier- oder Kleidersammelcontainern oder Abfalltonnen. Noch vor einem Jahr, in der Silvesternacht 2008/2009, gab es 73 Brände. Notärzte wurden in Dresden zwischen 16 und sechs Uhr zu 59 Einsätzen gerufen, die Rettungswagen rückten 188-mal aus. Die Einsätze betrafen meist Verletzungen durch Feuerwerkskörper, Stürze oder Auseinandersetzungen. Die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge mussten nach eigenen Angaben am Silvestertag zu rund 200 Einsätzen und nach Mitternacht zu weiteren 180 Einsätzen, die dann meist Lärm betrafen. In Burgstädt eskalierte bei einer Feier ein Streit zwischen zwei Männern. Ein 21-Jähriger habe dabei einem 22-Jährigen mit einem Messer in den Bauch gestochen. In mehreren Städten, darunter Chemnitz, Freiberg und Burgstädt, wurden Telefonzellen durch Silvesterknaller beschädigt und zahlreiche Briefkästen zerstört.