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| 02:41 Uhr

Sieg gegen Eisenschlamm in Altdöbern

Cottbus/Altdöbern. Der Altdöberner See wird nicht dafür genutzt, Eisenschlamm auf dem Seegrund zu lagern. Verschiedene Schutzgüter haben zu diesem Experten-Votum geführt, das der Bergbausanierer LMBV am Freitag verkündete. Christian Taubertund Jan Augustin

Obwohl das Tagebau-Restloch Greifenhain laut Gutachten für das Einspülen von Eisenhydroxidschlamm geeignet ist, lässt die LMBV von dem Vorhaben ab. Wie gestern in Senftenberg mitgeteilt wurde, würden Schutzgüter überwiegen.

Dennoch gehe die Suche nach Lagermöglichkeiten für den braunen Schlamm - eine Folge des Grundwasseranstiegs im Lausitzer Revier - weiter. Verfolgt werde nach LMBV-Angaben auch die Lagerung auf einer Monodeponie.

Bei der Bürgerinitiative Altdöberner See herrschte unterdessen Feierstimmung: "Uns fallen fünf Tonnen Schlamm vom Herzen", sagte Mitstreiterin Samira Mohamed. "Das war eine weise Entscheidung von LMBV und Land", erklärte Amtsdirektor Detlef Höhl (SPD). Die touristische Entwicklung am See könne nun ohne Wenn und Aber weitergehen. Als Dankeschön-Geste an die LMBV überreichte der Künstler Dieter Gericke aus Neu-Seeland ein mit Eisenhydroxid gemaltes großflächiges Gemälde "Tränen der Lausitz".

Die Lübbenauer CDU-Landtagsabgeordnete Roswitha Schier forderte die LMBV auf, für anfallende Schlämme aus der Fließgewässerberäumung schnell einen Deponiestandort zu finden.

Die grüne Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky lobte, dass dieser Erfolg in erster Linie der lokalen Bürgerinitiative zu verdanken sei. Ihr Fraktionskollege Benjamin Rasche erklärte: "Nachdem der Spuk vorbei ist, erwarten wir von der LMBV jetzt ein tragfähiges Konzept".

Lausitz Seite 2