"Unser Ziel ist es, einen Mischwald aufzubauen", erklärt Michael Rösler, bei Vattenfall zuständig für die Forstwirtschaft. Rund sieben Millionen Bäume wurden dafür seit 1994 bereits gepflanzt. Denn mit etwa 70 Prozent Flächenanteil macht die Forstwirtschaft den größten Teil der Rekultivierung aus.

Doch bevor die Pflanzen in die Erde gebracht werden können, müssen die durch den Tagebau zerstörten Böden vorbereitet werden. Dabei ist von Vorteil, dass "die Erde, die vor dem Bergbau an der Oberfläche liegt, nach dem Braunkohlenabbau wieder an der Oberfläche landet", so Michael Rösler. Zunächst wird auf den Flächen vorrangig Klee angebaut. Was auf den ersten Blick wie Wildwuchs und Unkraut aussieht, hat durchaus Sinn. Die Pflanzen unterstützen die Humusentwicklung und schützen die Böden vor Erosion durch Wind und Wasser, erklärt der Experte. Erst dann wird die Beschaffenheit der Böden untersucht und auf dieser Basis die Baumarten ausgewählt und gepflanzt. Vor allem die Trauben eiche, der Baum des Jahres 2014, bereichert die neuen Wälder. Denn diese Bäume sind typisch für die Region und durch ihre Robustheit für die nährstoffarmen Böden der ehemaligen Bergbauflächen besonders geeignet.