Der Siegerfilm von Martin Provost erhielt am Freitagabend in Paris unter anderem den César für den besten französischen Film, die beste Schauspielerin (Jolande Moreau) und das beste Originaldrehbuch. Die deutsch-französische Koproduktion handelt von der naiven Malerin Séraphine Louis, bekannter als Séraphine de Senlis, die von dem deutschen Sammler Wilhelm Uhde entdeckt wurde. Die Trophäe für den besten Film wurde im Théâtre du Châtelet von dem US-Schauspieler Sean Penn überreicht, der vergangene Woche den Oscar als bester Hauptdarsteller mit dem Streifen "Milk" gewonnen hatte.Der Film über die Malerin, die sich ihren Lebensunterhalt als Putzfrau verdiente und ab 1930 dem Wahnsinn verfiel, bekam auch den César für die beste Musik und das beste Szenenbild. Der geschlagene Favorit "Public Enemy No.1" des jungen Regisseurs Jean-François Richet über den berühmten Verbrecher Jacques Mesrine gewann jedoch die Auszeichnung für die beste Regie. Vincent Cassel erhielt für seine Hauptrolle in dem Thriller den Preis für den besten Schauspieler. Der erste Teil der zweiteiligen Gangsterbiografie kommt am 23. April in die deutschen Kinos. Den César für den besten ausländischen Film gewann der erste animierte Dokumentarfilm "Waltz with Bashir" des israelischen Regisseurs Ari Folman. dpa/mar