Auch Gewaltdelikte und die Schadenssummen sanken. Insgesamt gab es 296 000 Straftaten - 7010 Fälle pro 100 000 Einwohner. Landesweit wurden voriges Jahr 37 700 Menschen Opfer eine Straftat, knapp 1200 weniger als 2007. Betroffen waren zu einem Drittel Frauen und zu zwei Dritteln Männer. Für Jugendliche sei die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, vier bis fünfmal größer als bei Erwachsenen. Senioren würden dagegen deutlich seltener Opfer von Straftaten als Erwachsene, nämlich nur etwa zu einem Viertel. Ausnahmen seien Delikte wie Handtaschenraub, hieß es. Der erfasste Schaden aller Straftaten belief sich auf 304 Millionen Euro, nach 418 Millionen noch 2007.2008 registrierte die Polizei 109 000 Tatverdächtige, 5,8 Prozent weniger als 2007. Drei von vier Tätern waren Männer. Zehn Prozent waren Ausländer. Die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger sank dabei um 1664 auf rund 10 000. Weitere 12 600 waren Heranwachsende. Zusammen stellt diese Altersgruppe rund 20 Prozent der Tatverdächtigen. Den größten Anteil der Delikte machen nach wie vor die Diebstähle aus. So stiegen die Einbrüche in Wohnungen um vier Prozent auf 5370 Fälle an.Die Regionen entlang der sächsischen Außengrenze sind Buttolo zufolge sicherer geworden. Die Zahl der Diebstähle, vor allem von hochwertigen Autos, sei aber nennenswert gestiegen, räumte Buttolo ein. Landesweit stieg die Zahl der Autodiebstähle um 32 Prozent auf 2925 Fälle. In der Abteilung Wirtschaftskriminalität verzeichnete die Polizei eine starke Abnahme der Fallzahlen um 23 Prozent. Beim größten Posten, den Betrugsdelikten, belief sich der Rückgang mit 892 Fällen auf 28,8 Prozent. Der Schaden verringerte sich auf rund 165,5 Millionen Euro. "Dieser Rückgang um 40 Prozent ist beachtlich und entspricht nicht der tendenziellen Schadensentwicklung der Vorjahre", sagte Buttolo. Die Aufklärungsquote betrug 56,8 Prozent.