Sachsen, Brandenburg und der Bund müssten sofort die für 2014 anstehenden Verhandlungen über die Ausgestaltung eines neuen Finanzierungsabkommens der Stiftung für das sorbische Volk beginnen. Nötig sei ein ständiger Inflationsausgleich, "damit die alljährliche Bettelei um schlichten Selbsterhalt ein Ende hat".

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte am Wochenende Hoffnungen auf die Deckung der 2013 erwarteten Finanzlücke von einer Million Euro genährt. Vom Bund gebe es positive Signale, Sachsens Kabinett habe die Aufstockung des Anteils schon beschlossen und er hoffe, dass Brandenburg nachziehe.

Die Sorben beklagen seit Jahren die Finanzierungszwänge für ihre Kultureinrichtungen. Sie erhalten vom Bund sowie Sachsen und Brandenburg jährlich 16,8 Millionen Euro an Zuschüssen.