In einer Kleinen Anfrage hatte sich Roick kürzlich nach der Qualitätssicherung und Vermarktung von Wildfleisch aus Brandenburg erkundigt.

Das erfreuliche Ergebnis: Während Wild aus bayerischen Wäldern nach dem Atomunfall von Tschernobyl 1986 teilweise noch immer mit radioaktivem Cäsium belastet ist, und nach Angaben des dortigen Landesamtes für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit bei neun von 74 Proben im Jahr 2013 eine Grenzwertüberschreitung festgestellt wurde, ist das bei märkischen Sauen offenbar nicht mehr der Fall. In Brandenburg sei seit 1994 keine einzige Grenzwertüberschreitung festgestellt worden, antwortete das Potsdamer Landwirtschaftsministerium auf die Anfrage Roicks. Insgesamt wurden 2013 allerdings nur zehn und 2014 lediglich neun Proben von Wildfleisch auf Radioaktivität untersucht. Gelegentlich habe es allerdings Überschreitungen der Grenzwerte für Quecksilber und Cadmium gegeben - dies sei auf Umweltschäden zurückzuführen.

Den Aufbau einer eigenen Regionalmarke für Wildfleisch sieht die Landesregierung allerdings skeptisch. "Aus Sicht der Landesregierung können für die Direktvermarktung von Wildfleisch die vorhandenen Dachmarken genutzt werden." Bereits in den vergangenen Jahren habe die Landesregierung die Vermarktung von Brandenburger Wild etwa mit Hilfe der Aktion "Fit mit Wild" des Landesjagdverbandes unterstützt und auf der Grünen Woche dafür geworben.