Wenn da nicht diese klitzekleine Ungereimtheit wäre. . . Andreas Klöden will mit der RUNDSCHAU nämlich nichts zu tun haben. Viel mehr noch: Seit Jahren boykottiert der Wahlschweizer die gesamte deutsche Presse - nur weil die es gewagt hatte, ihn auf das Thema Doping anzusprechen. Dabei sind Nachfragen dieser Art durchaus legitim. So wurde Klöden beschuldigt, mit Eigenblut gedopt zu haben. Er war zudem Teamkollege von Dopingsündern wie Jan Ullrich, Alexander Winokurow, Alberto Contador und Lance Armstrong. Wenn das mal nicht ganz viele Fragen aufwirft!

Der nie überführte Lausitzer zieht es jedoch vor zu schweigen, lässt lediglich wissen, dass er nichts zu gestehen habe und verschwindet einfach komplett von der Bildfläche. Und nun? Wird Klöden jetzt in die Geschichte eingehen? Als jener Profi, der in den schwärzesten Radsport-Jahren ungedopt zweimal Zweiter bei der Tour de France wurde? Eine sensationelle Geschichte - über die der Lausitzer leider nicht reden will. mirjam.hecht@lr-online.de